Thomasgemeinde Scharzfeld

Unsere nächsten Gottesdienste:

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Das Dorf in die Kirche lassen

Gottesdienst zum Thema Dorfentwicklung in Scharzfeld

 

 

 

 

 

Es war tatsächlich die St. Thomaskirche zu Scharzfeld und nicht das Fernsehstudio von Frank Plasberg oder Sandra Maischberger, in der am vergangenen Sonntag angeregt diskutiert wurde. Zum Thema Dorfentwicklung, zur Steigerung der Lebensqualität im ländlichen Raum und zur Zukunft der dörflichen Gemeinschaft in unserer Region.

Dr. Patrick Küpper vom Institut für Ländliche Räume war für einen Impulsvortrag eingeladen, anschließend diskutierte er dann gemeinsam mit der Kreistagsabgeordneten Karin Wode, Herzbergs Bürgermeister Lutz Peters und Superintendent Volkmar Keil unter der Leitung von Henning Witzel. Doch Pastor Andreas Schmidt leitet nun einmal keine herkömmliche Fernsehtalkshow, sondern eine Kirchengemeinde und daher ließ er zuerst die Konfirmanden aus Scharzfeld zu Wort kommen.

Auch die hatten sich mit dem Thema Leben auf dem Dorf auseinandergesetzt und erzählten hierzu durchaus Erstaunliches. Anders als frühere Generationen Jugendlicher schimpften sie nämlich nicht über die wenigen Möglichkeiten, sondern lobten vor allem den Zusammenhalt im Dorf, die Ruhe und Beschaulichkeit. Das deckt sich im Grunde auch mit den Erkenntnissen von Dr. Küpper, denn inzwischen werde die Lebensqualität im ländlichen Raum durchaus wieder geschätzt.

Die allerdings hänge stark von sozialen Bedingungen ab, weshalb es so wichtig sei, verlässliche Strukturen im Dorf aufrecht zu erhalten. Grundsätzlich nähern sich die Einkommen in Stadt und Land einander wieder an, berichtete der Wissenschaftler, auf dem Land seien mehr Menschen in der Industrie beschäftigt als in der Stadt, wenngleich die Arbeitsplätze für Akademiker jedoch rar seien. Nicht zuletzt durch Pendelverkehr vom Wohnort zur Arbeitsstelle dünnen soziale Netze immer mehr aus, Vereine und Organisationen haben Nachwuchssorgen und das, obwohl die Bereitschaft zu ehrenamtlichem Engagement in den letzten Jahren gestiegen sei.

Lösung für diese Entwicklung sei aus seiner Sicht, Orte der Begegnung zu schaffen, Menschen an einen Tisch zu bringen, den Austausch von Ideen zu fördern. Dazu müssten Vereine zusammenarbeiten, sich die Mitglieder nicht noch gegenseitig wegnehmen und dieser Zusammenhalt im Dorf als ein längerer Prozess begriffen werden, den es zu gestalten gilt.

„Uns ist oft gar nicht klar, wie gut wir es hier in der Region haben“, stellte Lutz Peters zu Beginn der Diskussion fest, „wir sind der industriestärkste Landkreis in Niedersachsen. Ich habe eigentlich keine Sorge um die Dörfer.“ Dessen allerdings müssten wir uns hier bewusst werden, dürften nicht nur meckern, sondern sollten uns anders präsentieren. An der Wahrnehmung der Jugendlichen sehe man, dass sich gerade etwas wandelt, stellte auch Superintendent Keil fest.

„Ich glaube, dass es irgendwann auch wieder eine Bewegung von der Stadt aufs Land gibt“, sagte er, nur müssten dafür zwei Bedingungen geschaffen werden. Die eine ist die Mobilität, die gegeben sein muss, die andere mehr Kooperation zwischen allen Akteuren eines Dorfes. Für ihn sind sogar Gemeindehäuser und Dorfgemeinschaftshäuser unter einem Dach vorstellbar, damit nicht jeder nur seine Belange sieht.

Den Ausbau von öffentlichem Nahverkehr sehen sowohl Karin Bode als auch Lutz Peters nicht als die erfolgversprechende Lösung an. „Ich glaube, dass wir hier auf dem Land doch zu sehr am Auto hängen“, sagte die Kreistagsabgeordnete, „aber das autonome Fahren sehe ich langfristig als große Chance.“ In Bezug auf die Kooperation kann sich Bürgermeister Peters durchaus auch eine gemeinsame Nutzung von Gotteshäusern durch verschiedene Religionsgruppen vorstellen, regte er an. Tatsächlich werde die Ökumene wichtiger, antwortete Keil darauf, so könne es beispielsweise konfessionsübergreifende Seniorenkreise geben und etliches mehr.

„Ein Dorf ist das, was man daraus macht“, stellte Karin Wode irgendwann im Verlauf der Diskussion fest. In diesem Gottesdienst wurde zumindest schon einmal eine gute Grundlage geschaffen, um aus Scharzfeld noch mehr zu machen und Zukunft im Dorf positiv zu gestalten.

Christain Dolle



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Zu Beginn kamen die Konfirmanden zu Wort
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Bild: Christan Dolle

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Nein, keine Fernsehtalkshow, sondern ein Gottesdienst
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Bild: Christian Dolle

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In Scharzfeld wuird über Dorfentwicklung diskutiert
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Bild: Christian Dolle

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Bei der am 11. März 2018 vorgenommenen Wahl zum Kirchenvorstand sind folgende Mitglieder der St. Thomas - Kirchengemeinde Scharzfeld gewählt worden:

1. Sander, Martina

2. Eilhardt, Holger

3. Degener, Marlis

Zu Ersatzkirchenvorsteherinnen und zum Ersatzkirchenvorsteher wurden gewählt:

1. Peinemann, Hildegard

2. Grosse, Karl-Rainer

3. Witkavel, Doris

4. Grosse, Katja

Die Bevollmächtigen und Herr Pastor Schmidt gratulieren den gewählten Kirchenvorstandsmitgliedern und wünschen ihnen Gottes Segen für ihre Arbeit. Sie danken für deren Bereitschaft zur Kandidatur und laden sie weiterhin zu einer aktiven Begleitung ihrer Kirchengemeinde ein. Ein viertes Kirchenvorstandsmitglied wird durch die gewählten KV Mitglieder, den Bevollmächtigten und Pastor Schmidt dem Kirchenkreisvorstand zur Berufung vorgeschlagen werden. Am Samstag, d. 02.06.2018 werden die neuen Kirchenvorstandsmitglieder in ihr Amt eingeführt.






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Der neue Thomasbote ist unter der Rubrik Thomasbote zu lesen!!!
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Info Abend zur Kirchenvorstandswahl in Scharzfeld

Am 11.03.2018 wird das Leitungsgremium unserer Kirchengemeinde neu gewählt. Genauer gesagt: Der Kirchenvorstand. Viele wichtige Entscheidungen zum Thema: „Wie sieht kirchliches Leben bei uns vor Ort in Zukunft aus?“ wollen getroffen werden. Alle Mitglieder sind eingeladen, an den Wahlen mitzuwirken und so Kirche mit zu gestalten. Beteiligen Sie sich, indem Sie den Kandidatinnen und Kandidaten Ihre Stimme geben oder indem Sie selbst kandidieren und auf diese Weise Verantwortung für Ihre Kirchengemeinde übernehmen.

Informationen zur Wahl und zur Kandidatur erhalten Sie am Mittwoch, den 20.12.2017 um 19.30 Uhr in der St. Thomaskirche zu Scharzfeld. Die Bevollmächtigten der Kirchengemeinde, Frau Baum und Herr Schirmer werden gemeinsam mit Pastor Schmidt über die bevorstehende Wahl informieren und freuen sich auf Ihr Kommen.

Andreas Schmidt                                                                                                                                                                       Im Winkel 6                                                                                                                                                                         37412 Herzberg                                                                                                                                                                       Tel.: 05521/999813





Daniela Hubrich
vor 7 Monaten
Hiermit gebe ich bekannt, dass auch ich von meinem Amt als Kirchenvorsteherin zurückgetreten bin. Mir wurde sehr deutlich gemacht, dass meine Arbeit und meine Anliegen keinen Belang haben. Daniela Hubrich
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Warten an der Schmiede Oehne
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Bild: Pastor Schmidt

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Warten

Warten: Sei es im Wartehäuschen bis der Bus kommt, oder in der Adventszeit auf das Kommen Christi. Die ev.-luth. Kirchengemeinde Scharzfeld lud ein, und zwölf Gäste kamen, die Wartezeit zu genießen. Zu einer kleinen Andacht gab es Knabbereien und Getränke an der Schmiede Oehne.      

Und es hat sich gelohnt. Der Bus kam um 19.10 Uhr.

 

Andreas Schmidt                                                                                                                            

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„Spurhalten“ am Reformationstag

Gottesdienst in der Regionalbahn von Barbis nach Nordhausen

Ein Gottesdienst im Zug? Für den besonderen Feiertag zu Ehren von „500 Jahren Reformation“ hatte sich Andreas Schmidt, Pastor in Pöhlde und Scharzfeld, zusammen mit der DB Regio eine besondere Aktion einfallen lassen: eine Andacht mit musikalischer Begleitung im Reformations-Sonderzug von Barbis nach Nordhausen. Gerechnet hatten die Veranstalter mit 50 bis 60 Teilnehmern – 197 Gottesdienstbesucher und ein voller Zug sind es schließlich geworden. „Ich bin begeistert von dem Zuspruch“, erklärte Pastor Schmidt bei der Begrüßung, bevor er in seiner Predigt auf das „Spurhalten“ und „Weichenstellen“ einging. „Aber welche? Bei der Bahn ist das einfach. Der Weg ist vorgegeben. Weichen stellen die Richtung. Wie im richtigen Leben: Weichen verändern die Richtung. Stellen den Weg neu. Gewollt oder ungewollt.“ Je konsequenter der Wille sei, desto zielstrebiger die Umsetzung. Oder werden alte Überzeugungen in den Wind geschossen, sobald es die ersten Probleme gibt? „Das war Luthers Sache nicht“, so Schmidt. „Er hielt Spur, er hielt Stand bis selbst sein Leben auf dem Spiel stand. Er war davon überzeugt, dass der Gerechte aus Glauben leben wird. Ich brauche nichts zu leisten, um von Gott akzeptiert zu werden“, predigte der Pastor und sprach zu beiden Seiten des voll besetzten Zugabteils. Der Musikzug SchaPö unterstrich seine Worte musikalisch, bevor die Zuggemeinde ein gemeinsames Lied anstimmte und das Vaterunser betete. Unterdessen passierte die Regionalbahn Bad Sachsa, Walkenried, Ellrich, Woffleben, Niedersachswerfen und Nordhausen-Salza und die bunt gefärbten Herbstbäume, die dem nasskalten Nieselwetter trotzten, zogen an den Reisenden vorbei. Auch der Segen zum Abschluss durfte bei diesem besonderen Gottesdienst nicht fehlen. Den Aufenthalt am Bahnhof Nordhausen versüßten Kaffee, Kuchen und Bockwürstchen sowie einige Ständchen des Musikzuges. Nach einem Erinnerungsfoto mit Mitorganisator Michael Fischer von DB Regio Nord, Zugbegleiterin Martina Kruck und Triebfahrzeugführer Stefan Grote gemeinsam mit dem Pastor traten die begeisterten Gottesdienstbesucher die Heimreise mit der Regionalbahn 80 an. „Mein Mann und meine Kinder sind gerade zusammen Mittagessen – aber ich wollte mir diese besondere Zugfahrt einfach nicht entgehen lassen“, erklärte eine Teilnehmerin lächelnd. Sicher wird diese Jubiläums-Reformationsfahrt noch lange in guter Erinnerung bleiben.

Die nächste Aktion der Kirchengemeinde Scharzfeld steht bereits in den Startlöchern: Manchen geht ein Licht auf, manchmal auch der Mond. Ob schlaflose Nacht oder Küssen im Mondschein: Ob real, im Sketch, oder nur im Text? Das Publikum darf sich überraschen lassen. Und auch selbst entscheiden, welche Richtung das Theater nehmen soll. Hier kann man sich auch auf den Mond schießen, ohne wirklich unterwegs zu sein. Zwischendurch gibt es ein paar Texte, vorher und nachher Speis und Trank. Das Hoftheater in Scharzfeld und die St. Thomas-Kirchengemeinde laden zu einer Begegnung im Mondschein ein. Am Montag, 13. November, um 20 Uhr im Harzer Hof in Scharzfeld. Der Eintritt ist frei.

Quelle: Mareike Spillner

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